Zweites Arbeitskreistreffen “Autismus & Sprache” – Logopädie gemeinsam weiterbringen

AK Autismus1

 

„Logopädie gemeinsam weiterbringen“ – war das Motto der 43. dbl-Jahreskongresses in Berlin. Gemeinsam brachten die 15 Mitglieder des Arbeitskreises „Autismus & Sprache“ hier auch die Vernetzung von SprachtherapeutInnen im Arbeitsfeld Autismus.  Auf dem zweiten Treffen des Arbeitskreises wurde angeregt diskutiert, es wurden Ideen ausgetauscht und einige sofort in die Tat umgesetzt. So zum Beispiel die Idee eines regionalen Stammtisches Berlin-Brandenburg, der sich im September erstmals treffen wird. Weitere Themen waren die Organisation von Fortbildungen zum Thema Kommunikationsanbahnung, eine vermehrte Präsenz des Themas Autismus auf sprachtherapeutischen Fachtagungen sowie eine Adressenliste auf der Homepage.

Vielen Dank an den dbl, der uns für zwei Stunden einen hervorragenden Tagungsraum zur Verfügung stellte und an alle Mitglieder, die dieses Treffen bereichert haben.

Es geht voran!

Erstes Treffen des Arbeitskreises “Autismus & Sprache”

AutismusAKStrukturelle und fachliche Qualität der Sprachtherapie bei Autismus sind die Ziele des neuen Arbeitskreises „Autismus & Sprache“, der sich am 23. November 2013 erstmals getroffen hat. Neun Sprachtherapeutinnen aus ganz Deutschland folgten der Einladung von Arbeitskreis-Initiatorin Kristin Snippe nach Berlin-Mitte. Im Fokus des ersten Treffens stand die zukünftige Zielsetzung und Strukturierung der gemeinsamen Arbeit sowie die erste Ausarbeitung einzelner Arbeitsbereiche.

Zentraler Diskussionspunkt war die Intensivierung der berufspolitischen Arbeit im sprachtherapeutischen Feld Autismus. Hierzu gehören die Abgrenzung zwischen autismusspezifischer Sprachförderung und Sprachtherapie sowie die Aufklärung über logopädische Kompetenzen im Bereich der Autismustherapie. Der Arbeitskreis diskutierte außerdem verschiedene Kostenträgermodelle für die logopädische Arbeit mit Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und Finanzierungsfragen einer sprachtherapeutischen Arbeit, die das soziale Umfeld der Klienten und Patienten integriert. Die therapeutische Versorgung von ASS-Patienten im ländlichen Bereich könnte über autismusspezifische interdisziplinärer Praxisnetze verbessert werden.

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Sprache-Stimme-Gehör über “Autismus – Wege in die Sprache”

In der Bücherecke der Zeitschrift “Sprache – Stimme – Gehör” äußerte sich Prof. Dr. med. Waldemar von Suchodoletz aus München im Juni diesen Jahres zur Buchveröffentlichung “Autismus – Wege in die Sprache”:

“Insgesamt informiert das Buch in hervorragender Weise über Sprachprobleme bei Autismus-Spektrum-Störungen, über theoretische Modelle zu deren Erklärung sowie über Möglichkeiten und Grenzen in der Diagnostik und Therapie. Für Sprachtherapeuten, die autistische Kinder betreuen, ist dieses Buch unverzichtbar. Aber auch alle Anderen, die sich mit Fragen des Autismus auseinandersetzen, werden es mit großem Gewinn lesen.”

Phonophobie und Hypersensitivität – Auditive Wahrnehmungsstörungen bei Autismus

Ärzte haben an einem chinesischen Krankenhaus 150 autistische Kinder und 146 sprachgestörte Kinder ohne Autismus hinsichtlich ihrer Hörwahrnehmung („auditive Wahrnehmung“) untersucht. Dabei wurden Schwerhörigkeiten im engeren Sinne ausgeschlossen. Alle Kinder mit Autismus zeigten Besonderheiten der Hörwahrnehmung, in der Kontrollgruppe waren es nur 33 Prozent. Weiterlesen …

Kinder mit Autismus lachen schöner – eine Stärke autistischer Kinder fördern

Psychologen aus New York haben untersucht, wie das Lachen autistischer Kinder von ihren erwachsenen Zuhörern wahrgenommen wird. Kinder mit Autismus haben Schwierigkeiten im Kontakt mit Anderen und dem Erkennen und Ausdrücken von Gefühlen.  Es gibt jedoch kaum Antworten auf die Frage, wie Gefühlsäußerungen autistischer Kinder auf deren Mitmenschen wirken.  Die Forscher haben dazu die Gefühlsäußerung betrachtet, die im Zentrum gegenseitiger Kontaktaufnahme steht – das Lachen. Weiterlesen …

Sprachanbahnung bei Autismus – Eltern helfen ihren Kindern

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Madison/WI (USA) hat sich mit der Frage beschäftigt, ob Kinder mit Autismus in ihrer Sprachentwicklung davon profitieren, wenn ihre Eltern ein spezielles Training zur Förderung der Kommunikation erhalten. Autistische Kinder bedürfen im Alltag besonderer Hilfe ihrer Bezugspersonen, weil sie sich nicht so selbstständig entwickeln wie gesunde Kinder. Auch wenn Eltern gemessen an den Bedürfnissen eines normal entwickelten Kindes alles richtig machen, brauchen sie Beratung und Training, um auf die Besonderheiten des autistischen Kindes einzugehen.  Weiterlesen …

Vor dem Wort sind alle gleich

Wenn Kinder mit Autismus Schwierigkeiten im Lesen von Wörtern haben, so gleichen diese den Schwierigkeiten, die Kinder ohne Autismus zeigen. Jakob Åsberg und Annika Dahlgren Sandberg von der Universität Göteborg gingen der Frage nach, ob Störungen im Wortlesen bei autistischen Kindern autismusspezifisch ausgeprägt sind. Dies könnte z. B. helfen, zu entscheiden, ob diese Schwierigkeiten wie übliche Lesestörungen zu behandeln sind oder ob autismusspezifische Programme entwickelt werden müssen. Weiterlesen …