Logopädie als Ressource

von links nach rechts: Julia Klenner, Kristin Snippe, Sigrid Beckmann

“Lebensgeschichte in der Krise – Logopädie als Ressource” war das Motto des 45. Jahreskongresses des deutschen Berufsverbandes für Logopädie (dbl) in Bielefeld. Mitglieder des Arbeitskreises “Autismus & Sprache” fanden sich hier zu einem sehr intensiven Arbeitstreffen zusammen. Neben dem Rückblick auf die gelungene Öffentlichkeitsarbeit zum Thema “Sprachtherapie bei Autismus” des vergangenen Jahres und den Berichten über die kontinuierliche Arbeit der regionalen Arbeitskreise in Berlin und Hannover wurden zukünftige Projekte ins Auge gefasst. Ein großes Dankeschön an den dbl, der uns einen Konferenzraum zur Verfügung stellte und ganz direkt an Frau Utikal (Referat Logopädie) und Frau Winterholler (Geschäftsführung dbl) für die wertschätzenden Impulse für die weitere Zusammenarbeit.

Erstes Regionaltreffen Stammtisch Hannover

Frau Julia Klenner organisierte am 26.02. das erste Treffen des regionalen Stammtisches “Autismus und Sprache” in Hannover. Sieben Therapeutinnen kamen zusammen und tauschten sich bezüglich diagnostizierender Einrichtungen, Therapiemöglichkeiten und Hospitationsmöglichkeiten aus. Der nächste Termin des Stammtisches findet am 27.04. im Autismustherapiezentrum Hannover statt (nähere Daten siehe Protokoll).

 

Vielen Dank an Frau Klenner für das große Engagement!

Protokoll Autismus-Stammtisch vom 26.02.15

Dokumentation erster Fachtag „Autismus & Sprache“ online

LogopädInnen vernetzen, die mit Menschen mit Autismus arbeiten – dies war der Anfangsgedanke zur Gründung des Arbeitskreises „Autismus & Sprache“ im Frühjahr 2013. Der erste Fachtag „Autismus & Sprache“ Ende November 2014 ist mit Meilenstiefeln über dieses Ziel hinausgegangen – hier vernetzten sich Kolleginnen jeglicher Berufsgruppen, die das Thema „Autismus und Sprache“ bewegt. Unter Logopädinnen, Heilpädagoginnen, Psychologinnen und sogar einem Improvisations-Schauspieler gelang ein intensiver Austausch und die fachliche Diskussion verschiedener Ansätze. Ein Schwerpunkt lag diesmal auf interaktionsbasierten Methoden, von denen das Fachpublikum sich unter großem Körpereinsatz in zahlreichen praktischen Übungen überzeugen konnte.

Eine Dokumentation der Vorträge finden Sie hier als PDF-Download:

Dokumentation 1. Fachtag „Autismus & Sprache“

Autismus zur Sprache bringen: Erster Fachtag “Autismus & Sprache”

Kinder mit Autismus haben ein „Image-Problem“. Ihre Schwierigkeiten bei der sozialen Kontaktaufnahme und Kommunikation werden von der Gesellschaft oft als „schwieriger Charakter“ oder „fehlende Erziehung“ missverstanden. Hinzu kommen häufig Defizite in der Sprachentwicklung. Die Patienten liegen in ihrer sprachlichen Entwicklung oft weit zurück. Um diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen, gründete Logopädin Kristin Snippe 2013 den logopädischen Arbeitskreis „Autismus & Sprache“, der am 29. November in Berlin seinen ersten interdisziplinären Fachtag veranstaltete.

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Rezension von “Autismus – Wege in die Sprache”

In der Zeitschrift “inklusive. – Zeitschrift für spezielle Pädagogik und Psychologie” erschien vor kurzem diese Rezension des Buches “Autismus – Wege in die Sprache”. Die sehr positive Rezension stellt besonders die Erfordernis von mehr Literatur zu logopädischen Hintergründen und Herangehensweisen bei Störungen der Nahrungsaufnahme bei Autismus heraus. Dem schließe ich mich an – ich freue mich über jegliche Zuschriften zum Thema (Erfahrungen, Bachelor- und Masterarbeiten, etc.)

inklusive 4/2014

inklusive

Zweites Arbeitskreistreffen “Autismus & Sprache” – Logopädie gemeinsam weiterbringen

AK Autismus1

 

„Logopädie gemeinsam weiterbringen“ – war das Motto der 43. dbl-Jahreskongresses in Berlin. Gemeinsam brachten die 15 Mitglieder des Arbeitskreises „Autismus & Sprache“ hier auch die Vernetzung von SprachtherapeutInnen im Arbeitsfeld Autismus.  Auf dem zweiten Treffen des Arbeitskreises wurde angeregt diskutiert, es wurden Ideen ausgetauscht und einige sofort in die Tat umgesetzt. So zum Beispiel die Idee eines regionalen Stammtisches Berlin-Brandenburg, der sich im September erstmals treffen wird. Weitere Themen waren die Organisation von Fortbildungen zum Thema Kommunikationsanbahnung, eine vermehrte Präsenz des Themas Autismus auf sprachtherapeutischen Fachtagungen sowie eine Adressenliste auf der Homepage.

Vielen Dank an den dbl, der uns für zwei Stunden einen hervorragenden Tagungsraum zur Verfügung stellte und an alle Mitglieder, die dieses Treffen bereichert haben.

Es geht voran!

Erstes Treffen des Arbeitskreises “Autismus & Sprache”

AutismusAKStrukturelle und fachliche Qualität der Sprachtherapie bei Autismus sind die Ziele des neuen Arbeitskreises „Autismus & Sprache“, der sich am 23. November 2013 erstmals getroffen hat. Neun Sprachtherapeutinnen aus ganz Deutschland folgten der Einladung von Arbeitskreis-Initiatorin Kristin Snippe nach Berlin-Mitte. Im Fokus des ersten Treffens stand die zukünftige Zielsetzung und Strukturierung der gemeinsamen Arbeit sowie die erste Ausarbeitung einzelner Arbeitsbereiche.

Zentraler Diskussionspunkt war die Intensivierung der berufspolitischen Arbeit im sprachtherapeutischen Feld Autismus. Hierzu gehören die Abgrenzung zwischen autismusspezifischer Sprachförderung und Sprachtherapie sowie die Aufklärung über logopädische Kompetenzen im Bereich der Autismustherapie. Der Arbeitskreis diskutierte außerdem verschiedene Kostenträgermodelle für die logopädische Arbeit mit Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und Finanzierungsfragen einer sprachtherapeutischen Arbeit, die das soziale Umfeld der Klienten und Patienten integriert. Die therapeutische Versorgung von ASS-Patienten im ländlichen Bereich könnte über autismusspezifische interdisziplinärer Praxisnetze verbessert werden.

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Sprache-Stimme-Gehör über “Autismus – Wege in die Sprache”

In der Bücherecke der Zeitschrift “Sprache – Stimme – Gehör” äußerte sich Prof. Dr. med. Waldemar von Suchodoletz aus München im Juni diesen Jahres zur Buchveröffentlichung “Autismus – Wege in die Sprache”:

“Insgesamt informiert das Buch in hervorragender Weise über Sprachprobleme bei Autismus-Spektrum-Störungen, über theoretische Modelle zu deren Erklärung sowie über Möglichkeiten und Grenzen in der Diagnostik und Therapie. Für Sprachtherapeuten, die autistische Kinder betreuen, ist dieses Buch unverzichtbar. Aber auch alle Anderen, die sich mit Fragen des Autismus auseinandersetzen, werden es mit großem Gewinn lesen.”